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✔ Erlauben ✘ VerbietenMarktgemeinde Stainz
(Deutschlandsberg)
Das Bestehen der landwirtschaftlichen Hofstelle vulgo Picker in Pichling bei Stainz ist bereits im Franziszeischen Kataster dokumentiert. Nach einem Brand 1856 musste das Wohnhaus wiederhergestellt werden, die Bauzeit der Stall- bzw. Wirtschaftsgebäude ist nicht bekannt. Seit 2015 wird das Anwesen ressourcenschonend, mit viel Eigenleistung und unter Anwendung traditioneller Handwerkstechniken revitalisiert. Mit besonderem Engagement der Bauherrenschaft wurde die Revitalisierung des historischen Stallgebäudes vorangetrieben. Das regionstypische, eingeschoßige Stallgebäude ist durch einen langgestreckten Grundriss mit hofseitig vorkragendem Satteldach sowie Putzfassaden mit segmentbogigen Öffnungen charakterisiert.
Der Innenraum wird von einem breit gelagerten Gurtbogengewölbe überspannt. Als vorrangiges Ziel der Restaurierungsarbeiten galt es, die, teilweise durch Feuchtigkeitsschäden gefährdete, historische Bausubstanz zu erhalten. Die betroffenen Außenmauern konnten durch eine hangseitige Abgrabung und die Errichtung von Trockensteinmauern aus lokal vorhandenem Steinmaterial trockengelegt werden. Generell wurde bei allen Sanierungsmaßnahmen auf eine authentische und nachhaltige Herangehensweise, unter Verwendung traditioneller und regionstypischer Materialien wie Stainzer Gneis, Kalkputz, Lehm, Ziegel und Holz, geachtet. Das Erscheinungsbild des Stallgebäudes konnte im Zuge der Restaurierungsarbeiten in den Ursprungszustand rückgeführt werden, wobei besonderes Augenmerk auf die Wiederherstellung der historischen Öffnungen und der giebelseitigen Ziegelgitter gelegt wurde. Die Restaurierung und Reaktivierung des alten Brunnens runden den Gesamtcharakter der Hofstelle ab.
Fotos © Katarina Paller