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✔ Erlauben ✘ VerbietenGemeinde Landl
(Liezen)
Das Gebäude liegt in Großreifling, einer Ortschaft in der Gemeinde Landl, die ab ca. 1500 aus einer Eisenhüttensiedlung entstand. Geografisch liegt Großreifling an einer Ennsschlinge unweit der Einmündung der Salza, mitten im Naturpark Eisenwurzen sowie an den Nationalpark Gesäuse grenzend.
Das neue Steirische Wahrzeichen befindet sich gut einsichtig an der Straßenschleife der B115 „Eisenstraße“ von Steyr über Eisenerz nach Traboch. Seit ca. 1800 wurde es als Arbeiter- und Personalwohnhaus der Landesforste genutzt. Der hohe giebelseitig erschlossene, schmale, aber lange Baukörper mit Schopfwalmdach mutet an wie ein älterer Schüttkasten. Die Lage am Bach und der stützenfreie, teilweise liegende Dachstuhl erinnern wiederum an ein Mühlengebäude. Ein Brand hatte einiges vernichtet; möglicherweise hat das Objekt schon immer als Wohnhaus gedient. Eine straßengiebelseitige Mauernische, mittig im ersten Stock, ist mit der hier durchaus passenden Heiligenfigur des Christophorus, dem Schutzheiligen der Reisenden, aber auch der Flößer − er trägt das Jesuskind auf den Schultern über den Fluss − ausgestattet. Denn in Großreifling wurde mittels der Flussdrift Holz angelandet, welches, zu Holzkohle verarbeitet, die Radwerke in Eisenerz für die ab dem 16. Jahrhundert europaweit bedeutende Eisenproduktion fütterte.
Das Objekt selbst war lange Jahre leer gestanden. Auf der anderen Straßenseite stieß das wachsende Unternehmen im Baunebengewerbe von Max Sulzbacher flächenmäßig an seine Grenzen. Es war naheliegend, die gegenüberliegende Liegenschaft für eine Betriebserweiterung in Betracht zu ziehen. Das Haus konnte erworben werden und wurde revitalisiert. Im Jahre 2017 wurde mit der Planung begonnen und 2022 wurden die allerletzten Maßnahmen fertiggestellt. Seither beinhaltet das ehemalige Forstarbeiter- und Personalwohnhaus Lager- und Büroräume sowie Werkstätten der Firma Sulzbacher.
Fotos © Katarina Paller