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(Murau)
Der am südlichen Abhang der Seetaler Alpen gelegene Jakobsberg ist ursprünglich eine im 11. Jahrhundert gegründete Rodungssiedlung. Aus der Kombination der früheren Flurbezeichnung „Am Berg“ mit dem Namen des Kirchenpatrons ist später die Ortsbezeichnung Jakobsberg entstanden. Die Kirche am Jakobsberg wurde im 12. Jahrhundert im Stil der Gotik errichtet. Sie ist dem Typus nach eine Saalkirche mit einem unterirdisch gelegenen Karner sowie einer Apsis. Dies ist typisch für Eigenkirchen des mittelalterlichen 12. Jahrhunderts. So könnte auch die Jakobikirche, nach der Art einer mittelalterlichen Eigenkirche, zunächst von einer Herrschaft und danach von der Gemeinschaft der dortigen Bauern selbst organisiert worden sein. Dies würde erklären, dass die Bevölkerung von Jakobsberg und ihre Kirche erst sehr spät, nämlich 1699, in die ordentliche Pfarrorganisation integriert wurden. Zugewiesen wurden sie der Pfarre St. Marein und werden seither von deren Seelsorge betreut.
Die Kirche harrte schon eine Weile einer Gesamtrenovierung. Mit den ersten Sicherungsmaßnahmen wurde bereits 2005 begonnen, und zwar mit der Ableitung des Regenwassers und dem Aushub einer Sickergrube. Die ersten Befundungen zeigten allerdings Hinweise auf historisch wertvolle Wandmalereien, die einen bedächtigen weiteren Renovierungsablauf erforderten. Im Innenraum wurde zunächst mit der Entfernung der schadhaften Sockelputze sowie der Sicherung der gefährdeten historischen Putz- und Fassungsbereiche begonnen. Auch der sperrende Zementboden im Altarraum wurde entfernt. Zusätzlich kam es noch zu einer Erweiterung der Befundungen um die Decken und Gewölbebereiche. Am meisten Zeit nahm die Restaurierung des Innenraumes sowie der Fenster und Metallteile in Anspruch. Zuletzt wurden bei dem Kirchen-Kleinod die Dächer mit neuen Holzschindeln eingedeckt.
Fotos © Katarina Paller